Wenn die Kinder kommen, schaltet der Alltag in den Turbomodus – oft genau in der Phase, in der auch im Beruf wichtige Weichen gestellt werden. Für Paare, die Familien- und Erwerbsarbeit gleichmässig aufteilen möchten, stellen sich mit der Familiengründung viele Fragen. Zum Beispiel die nach dem passenden Familienmodell.
Viele junge Frauen haben Angst, mit der Geburt des ersten Kindes ihre beruflichen Pläne und Wünsche begraben zu müssen, während ihre Partner grossen Respekt vor der Doppelrolle als berufstätige Väter haben. Paare, die die Familienphase gleichberechtigt als Team gestalten und Mental Load teilen wollen, müssen sich bewusst mit diesen Fragen auseinandersetzen. Denn im Alltag brauchen sie mehr als einen gut geführten Terminkalender; sie brauchen Wissen und einen Plan, wie sie die Verantwortung für das gemeinsame Leben klug und fair aufteilen können (Equal Care).
In diesem Workshop schaffen wir Raum, um diesen Fragen nachzugehen. Dabei geht es explizit nicht um eine Gegenüberstellung des traditionellen Rollenmodells und einer 50-50-Rollenverteilung. Der Fokus liegt auf dem Kennenlernen von verschiedenen Modellen (und ihrer Vor- und Nachteile), bei denen Familien- und Erwerbsarbeit gleichmässig aufgeteilt und gelebt wird – mit dem Ziel, dass beide Eltern beruflich präsent bleiben und die Familienzeiten geniessen können.
Vernetzung: Tauscht euch mit anderen Paaren aus, die auf demselben Weg sind und Inspiration für ihren Alltag suchen. Weil man zusammen weniger allein ist.
Für beide. Am meisten profitiert ihr, wenn ihr kurz vor dem Abenteuer Familie steht (Schwangerschaft) oder mittendrin steckt und merkt, dass der Alltag im Turbomodus eure Balance ins Wanken bringt. Voraussetzung ist lediglich, dass ihr grundsätzlich beide den Wunsch habt, sowohl im Beruf präsent zu bleiben als auch das Familienleben aktiv mitzugestalten.
Da der Workshop stark auf den gemeinsamen Austausch, das gemeinsame Reflektieren und das Schmieden eines konkreten Alltagsplans ausgelegt ist, ist eine Teilnahme nur als Paar sinnvoll. Ladet euren Partner ein, es als Investition in eure Beziehung und euer zukünftiges Familienglück zu sehen – es lohnt sich!
Das Programm erstreckt sich über zwei Abende (jeweils im Abstand von zwei Wochen). Als Vorbereitung und zwischen den beiden Terminen habt ihr Zeit, die Impulse in eurem eigenen Tempo zu reflektieren. Es gibt inspirierende Inputs, Zeit für euch als Paar und die Möglichkeit zur Vernetzung mit anderen Paaren. Auf Wunsch gibt es im Abstand von 6 Monaten Vernetzungsmöglichkeiten.
Auch das hat bei uns Platz. Der Workshop ist ergebnisoffen. Uns ist wichtig, dass ihr eure Entscheidungen bewusst und fundiert trefft, statt ungeplant in Mustern zu landen, die ihr eigentlich gar nicht möchtet. Wenn ihr gemeinsam beschliesst, dass in den ersten Jahren ein Partner den Fokus stärker auf die Familie und der andere auf den Beruf legt, unterstützen wir euch dabei, dieses Modell fair, wertschätzend und partnerschaftlich zu gestalten.
Nein. Es gibt kein starres Schema, das für alle passt. Unser Ziel ist kein theoretisches Gleichheits-Diktat, sondern euer ganz individuelles „Erfolgsmodell“. Wir geben euch Werkzeuge an die Hand, mit denen ihr eure Aufgaben so aufteilen könnt, dass es zu euren Stärken, euren Werten und eurer aktuellen Lebensphase passt – und sich beide Partner dabei wertgeschätzt und entlastet fühlen.
Der physische Haushalt (Putzen, Kochen) ist nur ein Teil des Mental Load. Mental Load bezeichnet die unsichtbare Denk-, Planungs- und Organisationsarbeit in der Familie – vom Koordinieren der Arzttermine über den Kitastart bis hin zum vorausschauenden Mitdenken, was der Familie guttut. Wir zeigen euch, wie ihr dieses „Management“ sichtbar macht und so aufteilt, dass beide Partner den Kopf auch mal wieder frei haben.
Bei Interesse wird es selbstverständlich zu einem späteren Zeitpunkt weitere Termine geben.
Wir haben Paare aus verschiedenen beruflichen Bereichen. Sozial, kirchlich, selbständig, im Privatsektor, etc.